Abenteuer eines Zeitreisenden
Vorwort
In
diesem Band geht es um eine
abenteuerliche Entdeckungsreise in
die Bereiche unseres Daseins, die ein gutes Drittel unserer Existenz ausmachen.
In meinem ersten Buch „Traumzeit“ gehe ich
bereits ausführlich auf die philosophischen Aspekte der Traumphänomene
ein, besonders auch unter dem Aspekt der zeitlichen Indifferenzen, denen wir in
dieser Ebene ausgesetzt sind. Unabhängig davon
haben mich meine
Träume allein durch ihre poetischen Aussagen sehr bereichert und mich
zu entsprechenden Gedichten angeregt, die ich demnächst gesondert in
einem Sammelband herausbringen werde. In diesem Buch veröffentliche ich das
ganze Traummaterial als Abenteuer eines
sogenannten „Zeitreisenden“ und
gehe im Vorwort kurz auf einige
Fallbeispiele von „Zeitverschiebungen“
ein.
Das
Grundproblem des Verständnisses unserer
Träume liegt darin, dass wir uns nicht ausreichend Zeit und Geduld
dafür nehmen, diese Phänomene auch zu verstehen. Große
Überraschung stellt sich aber ein,
wenn wir die Träume aufzeichnen
und wie in einem offenen Buch darin blättern
Dann können wir nur noch darüber staunen, welche Potenziale in uns
verborgen schlummern, wie es der folgende Traum als Metapher andeutet:
Um
den Krieg endgültig zu beenden, zaubere
ich etwas besonderes. Alle Vorstellungen
und Utopien,
alle Erfindungen,
auch die
phantastischen und
die sogenannten
Wunschmaschinen beginnen plötzlich zu funktionieren. Die Wirkung ist durchschlagend.
Die Menschen sind nun derart mit Staunen beschäftigt,
dass der Krieg tatsächlich
auf einen Schlag beendet ist.
Wenn
wir ausreichend Geduld entwickelt haben, uns auf unsere Träume einzulassen,
brauchen wir auch keine Zeitmaschine mehr zu erfinden, denn
die gehört bereits zu
unserem geistigen Potenzial. Das was wir „Ich“ nennen ist ohnehin nur ein
kleiner Teil unseres Selbst, weil dieses „Ich“ meist nur aus der Anpassung
an die äußeren Umstände zusammengesetzt ist, weniger aber aus unserer
Innenwelt, die ja schon für sich allein einen ganzen Kosmos enthält. Dieses Innere
verfügt bereits über alle Elemente und die Reste des Sternenstaubs, den
wir auch ringsherum finden und es
darf daher auch nicht wundern, wenn wir dort gleich mehrere Dimensionen
eingerollt finden, so auch
die Zeit. Spannend wird es, wenn wir dann versuchen,
auf diesem Wege die Grenzen von Zeit und Raum aufzurollen und dabei feststellen,
dass wir in der Lage sind, zukünftige Ereignisse vorauszusehen., wie es in den
folgenden Absätzen beschrieben wird.
Nach
solchen Erfahrungen wird man
vielleicht darüber spekulieren können, ob
es eine grenzüberschreitende fünfte Dimension
gibt, der man das Prädikat „Sinn“ zusprechen kann.
Mit
den Traumaufzeichnungen habe ich bereits im Jahre 1963 nach einer meditativen
Phase und darauffolgenden heftigen Visionen begonnen, sie aber
dann in relativ kurzer Zeit
wieder beendet. Das Berufsleben kostete viel Energie und hat mich von meinen
eigenen Impulsen lange Zeit abgehalten.
Erst
15 Jahre später nach dem Kunststudium und einer ausgewachsenen Midlife-Crisis
kehrte das Interesse an die Traumwelt wieder zurück, nachdem ich die in
Geheimschrift niedergeschriebenen Texte mühsam entschlüsselt hatte. Aber leider sind die Traumbücher auch ab 1978 nicht
lückenlos geblieben Bedeutsame Aufzeichnungen vom Mai 1980 bis Mai 1982
wurden von meiner damaligen Lebenspartnerin
vernichtet, weil ihr beim Schnüffeln in den Unterlagen
eine teuflische Fratze entgegentreten sein muss, wie z-B. im Traum vom
27.1.1980 :
Werde
mitten in der Nacht wach und will Ines meine Träume erzählen. Sehe beim
Wachwerden ein völlig entstelltes fratzenhaftes Gesicht vor mir, das sich erst
nach längerem Hinsehen wieder entkrampft.
Vielleicht
hätte ich das alles in Geheimschrift weiterführen sollen. Kurze Zeit später
haben wir uns getrennt. Insofern
war bereits die Existenz meiner bis dahin geführten Aufzeichnungen in
einschneidender Weise schicksalhaft.
Manche
Träume erwiesen sich gelegentlich als trügerisch, besonders wenn Frauen
beteiligt waren denen ich im Traum
unter dem numinosen Segel der
„großen Liebe“ begegnet bin, wie z.B. dem Pseudonymen Ch, Chris oder
Su. Die wurde eine Zeit lang sogar
bei den Verlagen als erfolgs-versprechende Nachwuchsautorin gehandelt, bevor sie
vollends abgestürzt ist. Diese Verwirrspiele, die da stattfanden, sind für
mich ein ernstzunehmender Hinweis darauf, dass unsere Traumwelt von dunklen
Wolken, bzw. fremden Bewusstseins -und falschen Gefühlsinhalten überzeichnet
werden kann und wir so mit Konflikten
überladen werden, die uns unsere eigenen Energien rauben, wie im Traum vom
27.5.1986 angedeutet. Manchmal versucht die weibliche Spezies ihre Vaterprobleme
kollektiv an den zufällig vorbeikommenden Männern zu kompensieren, manchmal
sind es auch herbe Traumata aus vorgeburtlicher Zeit, bei denen uns dann sogar
Mumien vorwurfsvoll im Traum
entgegentreten können. Solche
numinosen Begegnungen können sich bis zur leidenschaftlichen Besessenheit
steigern.
Ein
älterer Mann wird dazu gezwungen, bestimmte Geheimnisse, bzw. geheime
Papiere preiszugeben. Die Unterlagen befinden
sich in einem Bus.
Er
öffnet Grabplatten, bzw.
Sarkophage, die mit altägyptischen
Motiven geschmückt sind. Eine Frau
ist dabei, die jedoch
nicht ahnt, dass es sich
dabei um Gräber handelt, die geöffnet
werden. Die letzte Platte, die das
Geheimnis wahrt, wird
durch eine besondere
Vorrichtung beiseitegeschoben. Es
tritt eine
dunkelhaarige Frau hervor. Sie ist von dem Mann lebendig begraben worden.
Allerdings hat
sie überlebt,
weil sie
von ihren Bediensteten
heimlich ernährt wurde.
Alle
meine Zähne sind locker teilweise fallen sie
auch heraus. Ich stecke sie wieder zurück ins Zahnfleisch und fühle
mich sehr unglücklich.
Bin
mit Ch. auf einer Urlaubsreise, sie hat mich jedoch herb enttäuscht, da sie die Nacht
mit einem Anderen verbracht hat. Als sie zurückkehrt, sieht sie erschreckend
aus, eine Gesichtshälfte ganz weiß, irgendwie blutleer.
Ich
gehe auf mein Zimmer und will die Türe hinter mir zumachen, das geht jedoch
nicht, weil immer wieder Leute hindurchgehen. Ich will abreisen, das scheint
aber auch nicht so einfach zu sein.. Die Blumen will ich mitnehmen, weil sie so
wunderschön sind, lasse sie wohl aber dort liegen.
Ein
Mann krümmt sich vor Schmerzen und hält sich den Bauch. Rufe den Notarzt. Sehe
eine Prozession von Leuten, die ganz normal gekleidet sind.
Habe
dann eine Freundin, es handelt sich um eine blonde Schauspielerin.. Beim
Aufstellen der Fußballmannschaften werden die Rollen verteilt, wir kommen in
die gleiche Mannschaft. sie fährt auch mit mir in den Urlaub. In meiner
Unterhose sind Löcher. Bekomme auch etwas zu essen.
Diese
Angelegenheit konnte ich am Ende positiv wenden, weil ich ihre Freundin
geheiratet habe, die dann
nicht gegen mich, sondern mit mir „gespielt“ hat. Das kündigte sich
schon Jahre vorher in den Träumen an, wie im letzten Absatz aber auch im
folgenden Traum, der sogar schon 2 Jahre vorher ihren Namen nennen konnte und
wusste, wo sie herkam: (30. Mai 1986)
Habe
eine Freundin vom Typ Annette, ihre Eltern haben ein Haus in Süddeutschland.
Ich hatte sie im Urlaub kennen gelernt aber damals scheint nichts daraus
geworden zu sein. Diesmal sind wir uns jedoch nähergekommen. Meiner Oma erzähle
ich, dass ich jetzt eine neue Freundin habe, bzw. eine neue „Alte“ Muss dann
nach Freiburg fahren. Irgendetwas mit Ehescheidung, jemand gönnt mir das alles
nicht.
Weniger
glimpflich verlief die Angelegenheit mit einem unsäglichen „Chef“ im
Farbenhaus, der sich als Alphatier
aufspielte und der mir später mit Hilfe seiner hörigen Steuerberaterin und dem
provisionsgeilen Banker sein Pleiteunternehmen aufgeschwatzt hatte, ohne dass es
aus der Traumwelt ernstzunehmende Warnungen gab. Solche Killer erzeugen ins uns
ein süßliches Glücksgefühl, sogar wenn sie uns vernichten. Dieses Monster
hat unsere Existenz zerstört, weil es auch vor den Richtern erfolgreich das
Alphatier raushängen ließ und selbst den Gutachtern ein X für ein U vormachen
konnte. Darüber hinaus gab es allerdings bezeichnende, wenn auch verschlüsselte
Träume, die ich damals noch nicht vollständig deuten konnte, wie im
Traum vom 26.2.1993 Allerdings
frage ich mich, warum der Traum den Schauplatz in die Uni verlegt hat. Aus
Ehrfurcht vor dieser zweifelhaften Autorität ?
In
der Uni gibt es einen Mann,
der irgendwie
eine autoritäre
Ausstrahlung besitzt. Ich kann mich
kaum von ihm lösen, stelle dann aber
fest, dass er ein Lustmörder ist.
Ein Mann kommt zur Türe herein und wird von dem Unhold hinterrücks durch
die Brust, bzw.
durch den
Bauch geschossen. Das Opfer
bemerkt zunächst überhaupt
nicht, was mit ihm geschehen
ist. Er klagt nur
über Bauchschmerzen. (Er hat einen Zaun, bzw. einen Stein im Bauch). Der
Perversling will auch noch das Blut des Verletzten
auflecken und schmeichelt sich deshalb bei ihm ein Ich
bin von dem Geschehen angewidert und nutze die
Gelegenheit als jemand zur Türe hineinkommt, mich zu entfernen. Ich befürchte
jedoch, verfolgt zu werden und schließe mich deshalb zunächst auf der Toilette
ein. Dann suche ich meine Schuhe. Ich habe vor, befreundete Studenten über den
Unhold aufzuklären.
Im
Traum vom 22.4.1996, der zugleich einer der bezeichnenden Zukunftsvisionen
war, ist sogar von einem völligen Identitätsverlust die Rede. Ich
konnte allerdings damals noch nicht ahnen, dass ich den Laden vier Jahr später
selbst übernehmen und derart eingewickelt werden
würde.
Scheine
wieder einmal im Farbenhaus West zu
übernachten. Habe dort ein
eigenes Zimmer. Mache mir jedoch
wieder einmal Sorgen, die Öffnungszeiten
zu verschlafen. Ich erfahre
dann, dass mein bisheriger
Chef aus
dem Geschäft aussteigt und lerne
den neuen
kennen. Er
hat das
Gesicht vollständig bandagiert, so dass
man ihn
nicht erkennen kann. Er scheint
mein Wissen,
dass ich in
den Jahren
dort angesammelt habe zu brauchen. Bald scheint er sich jedoch in eine
Frau zu
verwandeln, die ich mit
entblößtem Oberkörper vor
mir sehe. Soll das ein Lockangebot sein oder mir meine Perspektiven
aufzeigen ? Jedenfalls habe ich wohl ein gutes Gefühl.
Insofern
war das eine Lektion, dass wir uns vor blinder Gefolgschaft in Acht nehmen
sollten, denn manchmal scheint sogar unsere Traumwelt manipuliert zu sein.
Einige Menschen wollen uns als
Haustier halten und gelegentlich scheinen wir denen sogar mit gutem Gefühl bis zur Schlachtbank zu folgen.
Allerdings
habe ich jahrzehntelang ein mehr oder weniger interesseloses Wohlgefallen an der
Aufzeichnung meiner nächtlichen Aktivitäten empfunden, die ich regelmäßig
mal amüsiert, mal irritiert durchlas. Bis mir dann einmal im Traum irgendwer
sagte, dass ich auf Dauer da nicht nur Zuschauer bleiben kann, sondern mich selbst auch einbringen sollte.
Dieser Leitsatz gilt vielleicht nicht nur für Träume, sondern auch dann, wenn
wir das Leben einfach nur an uns vorbeirauschen lassen. Jedenfalls wäre viel
Unglück vermieden worden, wenn ich
mehr auf meine innere Stimme gehört hätte. Meine Frau könnte vielleicht noch
leben, wenn ich achtsamer mit ihr umgegangen wäre.
Einer
dieser bezeichnenden Traume, der in
diese Richtung zielte, war am 22.
Juli 1997
Meine
Frau hat sich gegen meinen Willen einen
ausgewachsenen Tiger als Haustier zulegt. Meine Proteste, auch im Hinblick auf
unseren kleinen Sohn fruchten da nicht. Ich jedenfalls fürchte mich vor dem
Tier. Schließlich muss ich zusehen, wie letztendlich Annette von ihm gefressen
wird.
Der
Traum wäre 6 Jahre vor ihrem Tod verständlich gewesen, wenn ich den Begriff
Tiger einfach nur durch den des Krebses ersetzt hätte. Aber wie soll man von
der Begriffskette Tiger-Raubtier
ohne weiteres auf die gefährlichen, winzig
kleinen missratenen Zellen kommen ? Ich
hatte eher auf einen heimlichen Hausfreund mit Tiger - Habitus
getippt.
Schon
neun Jahre vor dem tragischen Ableben meiner Frau empfing ich
eine präzise Schilderung der zukünftigen Ereignisse in einem knappen,
unterkühlten Absatz, den ich auch nicht ernst genug nahm Ich konnte vorher
nicht wissen, dass ich das Farbenhaus mal übernehmen und deshalb kräftig
dort aufräumen würde.. In dieser Zeit lag meine Frau fünf Jahre später tatsächlich
mit Brustkrebs im Krankenhaus und ist dort verstorben. Mit dem
Krankenhauspersonal, besonders auch der Stationsärztin bin ich
zusammengerasselt, weil die meine Frau entmündigen wollten und ihr gegen
unseren Willen Sterbehilfe mit Morphinen verabreicht haben. Aber ohne Rang und
Namen kommt man gegen derartige Untaten
in dieser Kleinstadt nicht an. Der
Friedhof ist zwar schön angelegt aber als paradiesisch empfinde ich ihn
weniger. Aber sicherlich bedeutet der Traum, dass meine Frau trotz allem
weiterlebt.
Nach
einigen Träumen vom Farbenhaus, bei denen ich dort gründlich aufräume,
fahre ich mit dem Fahrrad zu Annette ins
Krankenhaus. Ich benutze dabei einen Waldweg und wundere mich
darüber, warum es plötzlich
so dunkel ist. Jetzt, im Sommer, müsste es eigentlich taghell sein.
Irgendjemand mit beachtlicher Körperfülle, der in weiß gekleidet
ist, kommt mir
entgegen und ich stoße mit
ihm zusammen. Sehe dann sehr farbig auf einen Friedhof. Es ist jedoch
eine sehr schöne Aussicht, mit
leuchtenden immergrünen südlichen Pflanzen.
Aber
wenigstens meinen Sohn Raffael konnte ich vor einer unnötigen Operation mit
zweifelhaftem Ausgang im Säuglingsalter
bewahren und das ist ja nun auch
schon etwas. Dazu der Traum vom 30.12.1996
Wir
machen Sommerurlaub,
haben aber
unseren Sohn
Raffael unbeaufsichtigt im Krankenhaus zurückgelassen.
Als wir ihn dann besuchen
wollen, empfängt uns ein riesenhaft großer Arzt, der uns von
oben herab
die Hand schüttelt. Unseren
Sohn finden
wir allerdings nicht in seinem Bettchen, nur eine Art
Attrappe unter der Matratze.
Beunruhigt suchen wir unser
Kind und finden es schließlich in
einem OP ähnlichen Raum. Er sieht
schlecht aus, ist
recht mager
und hat
erschreckend eingefallene Wangen. Aufgebracht
diskutiere ich mit einigen Ärzten. Annette
verhält sich jedoch recht zurückhaltend.
In
meinem jüngst erschienenen Buch Traumzeit habe ich das Traummaterial nach
verschiedenen Kriterien geordnet, primär
unter dem Aspekt der verschiedenen Zeitebenen.
Aber
in den Griff bekommt man die Traumwelt wohl nie so ganz, sonst könnte man sich
dieser geheimnisvolle Ebene leicht bedienen, in der man gelegentlich Ereignisse voraussieht und damit die Chance
erhält, die Zukunft zu beeinflussen oder sich zumindestens auf sie
einzustellen. Das könnte uns entscheidende Vorteile bringen. Manches tritt dann
später auch tatsächlich ein, manches aber wiederum auch nicht. Das ist so, als
wenn man eine Zeitmaschine besteigt aber keinen Kompass und keine geeignete Uhr
besitzt und daher nicht weiß, wo und in welcher Zeit man bei der Reise
landet. Zukunft als solche kann man dabei ohnehin nicht erkennen, weil man sie
nur aus der Perspektive des Gegenwärtigen sehen kann, es sei dann, der Traum
gibt uns Hinweise. Das geschieht gelegentlich auch. Hier darf man sich über
nichts wundern, wie z.B. am
26.4.1987 ein angekündigter Umzug, der 3 Jahre später
unvorhergesehen stattfand und der mich damals
nicht mal davon abhielt, weiter in das Haus zu investieren. Dabei war
sogar die zukünftige Wohnung recht treffend beschrieben. Auch bei diesem Traum
ist mir aufgefallen, dass sich manchmal eine Traumidentität vom reinen
Ichbewusstsein löst und wie eine dritte Person merkwürdig unbeteiligt daneben
steht und wie in diesem Fall einfach lapidar sagt: „Wichtig zu wissen wegen
der Planung“ .
Betreten
dann noch mehr Personen diese Bühne kann man dann kaum noch unterscheiden, wer
da unsere Interessen vertritt. Da spielt sicherlich auch die Frage eine zentrale
Rolle, wie unser Ichbewusstsein strukturiert und wie tief es im Inneren verankert ist.
Sehe
mein Haus, davor ist eine riesengroße Baustelle. ein baggerähnlicher Lkw kommt
gefährlich nahe, streift es fast. Fühle mich unbehaglich. Später sitze ich in
einer turmartigen Wohnung in Zentrum von Wuppertal. Wichtig zu wissen wegen der
Planung.
Vielleicht
kann man solche Zukunftsträume
semantisch an ihrer knappen und trockenen Aussage erkennen:
wie auch im Traum vom
11.12.2000, der fast 5 Jahre später eintrat:
Wohne
wieder allein –als Junggeselle. Schlecht scheine ich mich dabei nicht zu fühlen.
Ebenfalls
gänzlich unverschlüsselte Zukunftsträume betrafen meinen Sohn Raffael der
sich schon 7 Jahre vorher angekündigt hatte. Der schönste Traum davon ist vom
28. Juni 1993
Annette
und ich machen einen Ausflug. An einem Berg treffen wir Mädchen, die Blumenkränze
talwärts rollen lassen. Wir sind wohl mitten in eine orientalische Zeremonie
geraten. Ein Prinz oder Scheich erscheint auf der Bildfläche und spricht vor
seinem Volk, dabei begrüßt er
auch uns. Wir befürchten aber, als unerbetene Gäste hereingeschneit zu sein
und wollen uns rückwärts hinter einem Vorgang wegschleichen. Die Frau des
Hauses hält uns jedoch zurück und lädt uns zu einer Feier ein. In einem
wunderschönen Salon setzen wir uns an die Bar. Wir blicken auf ein Aquarium, in
dem sich große Fische tummeln. Später haben wir einen kleinen Sohn. Seine
Augen sind sehr schön, sie spiegeln sich im Sonnenlicht und verändern dabei
ihre Farbe. Im Moment sind sie grün blau gefärbt. Dahinter sind jedoch rote
magische Symbole eingelassen, die ich jedoch nicht recht entziffern kann.
Die
bisherigen Ausführungen dürften ausreichend sein, um zu dokumentieren, dass
wir jede Nacht in unsere Traum-Zeitmaschine steigen, ohne dass es dazu
irgendwelcher Geräte bedarf. Und
dies könnte der Anfang einer
beispiellosen aufregenden Entdeckungsreise sein. Welche Barbaren haben uns nur
eingeredet, dass Träume Schäume seien und wer hat uns mit solch dummen Sprüchen
davon abgehalten, dass wir unsere mittlerweile verschütteten geistigen Fähigkeit
kultivieren und entwickeln.
In
meinem ersten Buch über dieses Thema habe ich
nach verbalen Gründen gesucht, die mein Interesse an der Traumwelt
rechtfertigen, sei es die Philosophie oder die rein empirische
Betrachtungsweise. Nun , da ich das gesamte Material veröffentliche, reicht es
wohl aus, wenn es für sich selber spricht. Mag es als Zeitdokument aus der
Traumwelt gelten oder aber auch nur als Erbauung für die Menschen, die selbst
keine eigene Träume haben.
Wir
haben in dieser Maschinenwelt, in der wir leben, ein völlig falsches
Bild von der Zeit. Die Uhren, denen wir uns zur Zeitmessung bedienen sind
ebenfalls maschinenhaft und verhindern, dass wir die wirkliche
Zeit auch erfahren und leben. Unsere Träume
lassen uns ahnen, welch weitreichende Fähigkeiten in Wahrheit in uns
schlummern.
Man
könnte den Spieß sogar umdrehen und behaupten, dass wir im Traum unserer
eigenen Realität sehr viel näher sind, als im Wachzustand, in dem wir mit
maschinenverwertbaren Kürzeln und Gleichungen über unsere wahre Existenz
hinweggetäuscht werden, damit wir manipulierbar bleiben, pünktlich zur Arbeit
erscheinen und unsere Aufmerksamkeit viel zu einseitig auf die Interesse anderer
verlegen, die sich im diffusen Nebelschleier oft nur vorgetäuschter
Kompetenz verbergen.
Die
Träume selbst setzen sich aber gegen alle administrativ - lebensfeindlichen
Beschränkungen hinweg und versuchen, unseren inneren Kreis zu schützen.
Als
Orientierungshilfe mögen die Textstellen hilfreich sein, in der das
Traummaterial über sich selber spricht und über seinen Bezug zur Zeit: Der
Fahrstuhl spielt dabei häufig eine bezeichnende Rolle, denn man sollte vorher
wissen, in welcher Etage oder in welcher Zeit man aussteigen möchte, sei es
ober- oder unterirdisch. Wir betreten aber weitgehend orientierungslos unsere
Traumwelt, weil man uns das nicht gelehrt, in den vergangenen Jahrhunderten
sogar verteufelt hat. Das erklärt vielleicht auch die Ängste, die wir haben,
wenn wir mit unserem wahren Potenzial konfrontiert werden.
Setze
mich in einen Fahrstuhl, der sich aber statt vertikal horizontal bewegt. ein Art
von Karussell. Das Gerät scheint aber defekt zu sein, denn es kann nicht mehr
angehalten werden, mit vier oder fünf Personen drehen wir uns ständig im
Kreis. Ich betätige die Alarmglocke, doch nichts geschieht. Es wird auch
langsam sehr unbequem in diesem Gebilde, denn es ist nicht möglich,
auszusteigen. Endlich entdecke ich einen Hebel in der Mitte dieses Karussells
und betätige ihn. Schlagartig bleibt er endlich stehen. Wir steigen aus und
werden schon erwartet. Bin jetzt wohl ein Held.
Gehe
in einen Zauberturm. Man wird dort irgendwie verulkt, entweder im Spaß oder im
Ernst. Ich besteige den Fahrstuhl und es geht mit rasender Geschwindigkeit aufwärts.
Immer schneller, so dass ich Angst bekomme, durch das Dach zu fliegen. Ich betätige
daher die Notbremse. Bin dann auf dem Dach und sehr sehr hoch.. Es ist nur aus
Draht und einer Zeltplane zusammengesetzt und wirkt sehr instabil, so dass ich
Angst bekomme, herunter zu fallen.
Mit
der Bedienung eines fahrstuhlähnliches Gebildes bin ich nicht so richtig
vertraut. Ich setze mich hinein und fliege damit durch irgendeine Stadt. Kann
mich aber nicht daran gewöhnen, mich in feste Zeiten einzufügen.
Alle
Träume werden in Erfüllung gehen. Doch da gibt es etwas Einschränkendes, das
mich betrifft. Es scheint sehr
gravierend zu sein, denn ich bin
froh. als ich wach werde und es nicht mehr vor mir sehe. Siehst du , sage ich zu
irgendjemand im Traum, alles gehr wohl doch nicht in Erfüllung.
Ich
wohne direkt
am Meer
in einem
südlichen Land
und mir wird bewu0t,
dass es
mir gelungen
ist, all
meine Jugendträume
zu erfüllen,
bzw. sie
noch zu
übertreffen. Mir
kommt es
allerdings ganz
normal vor,
wie ich
jetzt lebe.
Bei
meinen Träumen bin ich immer nur
Zuschauer gewesen, bisher habe ich keine Möglichkeiten gefunden, auf diese
Ebene aktiv einzuwirken. Sollte ich vielleicht.
Zeitliche Aussagen in Träumen
Manchmal
werden wir oder auch nahestehende Personen im Traum mit einem geheimnisvollen
Doppel ausgestattet. Dabei handelt es sich oft um ein Kind. Da liegt es nahe,
unsere Existenz als Spiel zu betrachten, auch die Zeit selbst spielt ja mit uns,
indem sie frei nach Heraklit mit Brettsteinen zu experimentieren scheint
Die
Zeit ist ein Knabe, der spielt, hin und her die Brettsteine setzt:
Knabenregiment! 1
Bin
auf die Idee gekommen, meine Vergangenheit zu verändern und befinde mich in
meinem Haus in Radevormwald. Annette ist den ganzen Tag zur Arbeit gegangen.
allerdings mache ich mir Sorgen, denn sie ist auch ein achtjähriges Kind. Habe
irgendetwas mit Hölzern ausprobiert, die ich in Form eines Y aneinanderlege.
wahrscheinlich ein Runenzauber. Als
dann Annette endlich kommt, sehe ich sie von oben aus dem Fenster in die Garage
einparken, gleich mit zwei Fahrzeugen. Mit dem Multivan und dann auch
noch mit einem Kleinwagen. Annette sieht
sehr jung aus, ihr Kind-Doppel springt im Garten herum. Ich suche nach
ihm und finde es auch aber es schaut mich nicht direkt an. Annette erkläre ich
dann, wie der Runenzauber funktioniert, wir probieren mehrere Variationen aus.
Dazu brauche ich jede Menge Hölzchen, die ich aneinander legen kann. Überlege
nun, ob ich aus der Zukunft in die Vergangenheit gereist bin, oder aus der
Vergangenheit in die Zukunft schaue. Bin nur irritiert darüber, dass ich an
einem Schreibtisch die handgemalte Aufschrift „Farbenhaus West „ erkenne.
Irgendwie befinden wir uns dann in meinem Haus
in einem Zustand, bei dem alles offen ist. Als würde jemand sagen:
Nun
macht mal schön“
Das Wissen um die Zukunft habe ich wohl
behalten dürfen.
War
im Traum mein eigener Vater, ich sah mich selbst als etwa 8-jähriges Kind. Auch
meine Mutter war anwesend. Auch sie war sehr zweideutig. Ich empfand sie als
falsch. Merkwürdigerweise konnte ich mich nicht daran erinnern, was ich
mit 20 Jahren getan hatte.
Ich
sah verschwommen das viergeteilte Mandela, war mit meiner doppelgeschichteten
Mutter zusammen und hatte die Ahnung eines fruchtbaren Gedeihens.
Habe
wieder ein Baby in meinem Bett. Es
wirkt zunächst sehr zerbrechlich und scheint
zunächst Schwierigkeiten mit seinem Nacken zu haben. Ich mache mir Vorwürfe,
denn wahrscheinlich habe ich es falsch getragen. Plötzlich kann es reden und
wir beraten, wie wir die Krankheit
behandeln könnten. Jetzt kann das Baby aber schon aufstehen, es sieht aus, wie
ein junger Erwachsener. Wir gehen in eine Gastwirtschaft und der Junge bestellt
sich selbst sein Gericht. Später ist er riesengroß er überragt mich um einige
Köpfe. Er erfahre von ihm, dass wie in einem lange zurückliegenden Traum wir
beide identisch seien. Ich bin daher mein eigener Sohn und gleichzeitig mein
Vater. Ähnlich Fälle werden mir gezeigt. Meine Zauberkraft ist wohl mit diesem
Bewusstsein besonders stark. Ich probiere es gleich aus, indem ich mich in die
Rolle meines Kindes hineinversetzte.
Mache
eine Zeitreise, die Vorgabe ist: Zwanziger Jahre, bzw. Fünfziger Jahre. War in
einer Zeit, die mir viel Freude macht, in der ich aber doch fremd bin. Gefühlsmäßig
handelte es sich um die fünfziger Jahre, die Leute hatten Pomade in den Haaren,
es sollte jedoch die Atmosphäre der zwanziger sein. Sehr viel Leben war in der
Luft.
Kontaktperson
war ein Pastor. Von ihm bekam ich „Papiere“ zugesteckt, damit ich
zurechtkomme. Sah das Haus, in dem sich alle Zeitreisenden
treffen.. Von dort aus planen sie ihre Unternehmungen. Es handelt sich um
ihr Zentrum.
Spätabends..
ein Zeitsprung...Ines steht vor mir und ich sage zu ihr: Dies ist ein Blick aus
der Zukunft in die Vergangenheit, als sie 10 Jahre alt war. In meiner Wohnung
standen noch die alten „Art Decor“ Möbel.
Ines
schaut mich verdutzt an und fragt:“ Wenn du aus der Zukunft bist, dann kannst
du mir bestimmt auch sagen, ob ich glücklich werde !“
Ich
überlege einen Moment, weil ich die Frage auf mich beziehe, denke an unsere
Trennung und die Freundschaft danach und gebe ihr eine positive Antwort. Das Glück
realisiert sich aber vielleicht auf andere Art, als sie es erwarten würde. Ich
will ihr noch mehr darüber erzählen aber sie hat plötzlich kein Interesse
mehr, noch mehr davon zu hören.
Ich
sehe mehrere Autos und irgendetwas ist mit der Zeit. Die Fahrzeuge, die ich
bereits gefahren habe und noch fahren werde. Ich warte dort auf eine Begegnung
oder auf einen Termin, bin mir aber dabei völlig im Klaren darüber, dass dies
eine außerkörperliche Reise ist. Befinde mich dann auf einem Kinderspielplatz
und tolle dort mit den Kindern herum. bin
sehr glücklich darüber , mich plötzlich wesentlich um 10 oder 20 Jahre verjüngt zu haben. Ich bin luzid in der
Vision und frage daher eine Frau wo und in welcher Zeit ich mich gerade befinde
aber sie scheint über meine Frage sehr irritiert zu sein, ich bekomme nur eine
dumme Antwort. Ich puzzle mir dann aus metallischen Einzelbuchstaben selbst eine
Jahreszahl zusammen (1969?)
Wieder
in der Schule. Dort werden Tests durchgeführt, bei denen nicht nur Intelligenz,
sondern auch Geschicklichkeit gefordert wird. Ein Mann und eine Frau schaffen es
nacheinander ganz gut. Ein weiterer Mann kommt als Frau heraus. Ich selbst
scheine die Prüfung nicht auf Anhieb zu schaffen. eine Art Zeitvogel, ein hölzerner
Vogel, Uhr, Spieluhr (Kuckucksuhr ?) spielt ein Rolle.
Ich
finde, dass die Anforderungen zu weit in den persönlichen Bereich gehen.
Befinde
mich mit Annette in einem Haus am Meer. Es wird Sturmflutwarnung gegeben. Im
Anbetracht meiner Endzeitträume denke ich jetzt daran, dass es Zeit wird, in
den Süden umzuziehen.
Irgendetwas
scheint mit den jetzigen Inkarnationen nicht zu stimmen, wahrscheinlich ist ein
technischer Fehler aufgetreten. Werden deshalb nur Kretins geboren ?
Unklar
bleibt mir, ob nur die jetzigen Reinkarnationen gemeint sind oder das ganze
menschliche Geschlecht und in welchen zeitlichen Dimensionen sich dieser Fehler
auswirkt. Im letzteren Fall müsste es zuvor eine begabtere Rasse gegeben haben.
Schreibe
ein Referat über Platons Umfahrmythos. Der Begriff Zeit
spielt dabei eine entscheidende Rolle. Wer
den falschen Begriff davon
hat, sinkt von der großen Umlaufbahn ab, in eine niedrigere er irrt gleichsam
von der großen Bahn ab. Trete aus
meinen Körper und gehe durch die Wohnung.
Ich prüfe grüne Pflanzen, habe
auch einen grünen Zweig in der Hand.
Mir kommt diese Situation sehr real vor, allerdings gehe ich dann ins
Schlafzimmer, um nachzusehen,
ob dort mein Köper liegt. Werde
kurz wach.
Ich
werde mit einem Freund von den Nazis grausam
gefoltert und
weiß, dass wir umgebracht werden sollen. Allerdings haben sich irgendwelche
Zeitreisenden bei ihnen eingeschlichen. (Auf einem Schiff?)
Einer von ihnen wird gestellt und erschießt dabei
den Verfolger. Er fasst dem
Sterbenden ins Hirn. Er sieht
dann friedlich aus, fast wie ein Kind. Die Kontrahenten schwören sich,
keine Gräueltaten mehr zu begehen.
Der Zeitreisende ist äußerlich dem Erscheinungsbild der Nazis
angepasst: Er trägt einen
hellblonden Bürstenhaarschnitt, er
ist jedoch
dunkelblau gekleidet.
Habe
Schwierigkeiten mit der Zeit, bzw. mein Zeitbewusstsein ist gestört. Ich
bin mir daher nicht sicher,
ob die
Uhren auch richtig
gehen. Wie
soll ich unter diesen Umständen pünktlich
meiner Arbeit nachgehen Mitten im Sommer zur Mittagszeit
ist es noch dunkel. Hat sich
der Sonnenstand, bzw.
die Erdrotation verändert ? Erst später wird es zögernd heller.
Erlebe
zeitliche Indifferenz in meinen Träumen, scheine bereits eine Stunde
weiter zu sein,
als die reale Uhrzeit. Lasse Wasser in den Garten meines Hauses ein, zunächst
ist es etwas zu warm, reguliere aber dann die Temperatur. Schwimme mit
dem Strom mit, es ist sehr angenehm. Zunächst
fürchte ich mich etwas vor etwaigen fremdartigen Wasserbewohnern,
beruhige mich dann aber bald. Von einer Art fliegendem Segelboot lasse ich mich
vorsichtig ins Wasser gleiten und genieße mein Bad sehr. Langsam steigt das
Wasser immer höher und es wird nun Zeit, den Wasserhahn zu zudrehen. Nun
schwimmen plötzlich ein paar Hausboote auf meinem Teich, unterhalte mich
angeregt mit den Leuten. Es ist ganz komfortabel eingerichtet.
Vorsichtig bewegen sie sich wieder hinaus
es scheint da noch einen Fluss zu geben, der meinen See speist. Obwohl
das Wasser schon wieder abgesunken ist, schaffen sie es ohne Schwierigkeiten
wieder hinaus zu gelangen.
Kann
mich als Geistwesen ganz frei bewegen, auch in Zeit und Raum. Mir ist es auch möglich
meine kreativen Entwürfe vom Leben zu realisieren.
Will
zur Arbeit, doch der Weg dahin erscheint mir zu mühsam. Ich nehme daher eine
Abkürzung, bei der ich mal wieder meine Flugkünste ausprobieren will. Zunächst
fliege ich vorwärts, doch dann plötzlich rückwärts und lande daher wieder an
meinem Ausgangspunkt. Ich
denke mir,
dass wenn
alles in
der Zeit vorgezeichnet ist, irgendwelche unvorhergesehenen, verrückten
Kapriolen auch unvorhergesehene Reaktionen hervorrufen müssten, so wie meine
jetzt. Tatsächlich werde ich plötzlich von 3 finster aussehenden Typen in die
Zange genommen, obwohl ich eine Polizeiuniform trage. Irgendwie schaffe ich es
aber, dass sie mich laufen lassen. Vielleicht, weil ich nur eine Mark in der
Tasche habe. Später sitze ich mit Annette bei den Typen in der Wohnung und
beobachten, wie sie ihre Beute sortieren und aufteilen. Wir müssen keine Angst
haben, denn wir sind jetzt keine Opfer dieser Leute, vielleicht können sie uns
auch nicht sehen, weil wir außerkörperlich hier sind.
Werde
im Traum zweimal wach, weil ich (im
Traum) verschlafen habe. Werde daher zu spät ins Farbenhaus kommen. Sehe ins
innere meiner Uhr – die Zeit sieht sehr mechanisch aus.
Habe
eine Frau kennen gelernt und bin zu ihr eingeladen. Die Hinfahrt gestaltet sich
jedoch recht chaotisch, weil ich mich verfahre oder verlaufe
und auch mit der Uhrzeit nicht klar komme. Scheine wohl etwas
durcheinander zu sein. Schließlich treffe ich sie dann doch aber da ist noch
eine andere Frau anwesend. Die Zeit vergeht rasend schnell, sicher muss ich noch
eine Übernachtung einplanen aber ich habe ein schlechtes Gewissen wegen meiner
Frau, die zu Hause nichts von meinen munteren Aktivitäten ahnt.
Auf
dem Weg zur Anlegestelle passiert jedoch etwas und wir laufen entgegen dem
Menschenstrom dorthin, wo wir uns sicherer fühlen. Ich weiß, dass ich das
schon mal alles erlebt habe und
kann auch voraussagen wann ein bestimmtes Haus in die Luft fliegt. Deshalb
warten wir im gebührendem Abstand davor. Der Einschlag eines Projektils
geschieht tatsächlich zum vorhergesehenen Zeitpunkt genau in diesem Haus. Die
Auswirkungen sind jedoch víel heftiger, als vorausgesehen. Steine fliegen durch
die Luft und Menschen werden getroffen. Einige Häuser stürzen wie Kartenhäuser
zusammen. Ich schließe daraus, dass die Zeit sich nicht exakt wiederholt,
sondern immer mit neuen Varianten. Deshalb sind die Auswirkungen diesmal wohl
sehr viel drastischer.
Annette
und ich sind bei der Polizei, es steht ein Einsatz bevor, bei dem wir pünktlich
am Einsatzort erscheinen sollen. Wir suchen morgens unsere Kleidungsstücke, das
ist alles ein wenig schwierig, weil noch andere Kollegen in dem Zimmer
untergebracht sind. Annette ist nun meine Kollegin, mit der ich gemeinsam auf
dem Kasernenhof stehen soll. Es ist jedoch bereits schon kurz nach zwölf, punkt
12 hätten wir antreten sollen. Der Ausbilder ist sehr aufgebracht – ich
versuche zu laufen, kann mich aber wohl von Annettes langsamer Gangart kaum lösen.
( Noch jemand läuft mit) Scheine
es dann irgendwie zu schaffen, doch
schneller zu laufen.
Die
Zukunft scheint noch offen zu stehen – alles weiß und unausgemalt.
Ein
unbekannter Mann spricht mich an,
es soll
sich um
meinen, bzw.
unseren Rechtsanwalt
handeln. Er fragt
mich warum ich nicht
zu dem
Termin gekommen
sei, den meine Frau
und ich wegen unserer Scheidung mit
ihm vereinbart hätten. Ich bin zunächst
sehr verwirrt, erkläre
ihm aber
dann, dass
ich aus
der Vergangenheit bin
und gerade jetzt
in die Zukunft sehe.
Er erklärt mir daraufhin, dass wir
wieder nach
Düsseldorf umziehen werden
und uns dort irgendwann
trennen. Ich bin
über seine
Darstellungen sehr erstaunt,
vor allem darüber,
dass ich
in der Zukunft zu
diesem Termin nicht erscheine,
mich jetzt
aber aus
der Vergangenheit
hier befinde. Ich erkläre
dem Anwalt noch
ausführlich, dass
ich im Traum bin
und sofort
alles aufschreiben möchte, um
vielleicht Fehler
zu vermeiden,
die ich
in der
Zukunft machen
könnte. Er
reicht mir
einen Kugelschreiber, der allerdings
nicht schreibt,
sondern lediglich
vibriert und
aufglüht.
Allerdings
ist mein mehrstöckiger Anbau mehr provisorisch, lange haben wir da keinen
Schutz. Ich überlege, wie ich mich besser absichern könnte und ergreife auch
schon entsprechende Maßnahmen. Da scheint es jemanden zu geben, der einen
Zeitsprung 6 Jahre in die Zukunft gemacht hat und daraus eine Erfindung
abgeleitet hat.
Bin
an einem zeitlosen vergessenen Ort, von dem aus ich immer wieder meine magischen
Operationen starte. Viele Gegenstände von früher liegen dort herum, die ich
getrost dort liegen lassen kann. Begebe mich dann in eine künstliche Welt und
gehe auf einige künstliche Menschen zu. Die verfrachten mich urplötzlich auf
ein Gefährt und schieben mich damit durch die Gegend. Wir landen mitten in
einem Rudel Löwen, die sich gerade anschicken, die Straße zu überqueren.
Alles wirkt sehr realistisch, auch Kadaver liegen dort herum, ich habe aber
keine Angst, weil ich weiß, dass auch diese Löwen nicht echt, sondern nur künstlich
sind.
In
dieser bunten Welt nähern sich mir zwei alte Frauen. Später auch eine Blinde,
die ganze weiße Augen hat. Ich will mich zunächst abwenden aber mir sagt man,
dass diese Person ganz besondere Fähigkeiten haben soll.
Irgendwie werde ich dann vollständig durchgecheckt, primär über das
Tastempfinden. Viele fremdartige Wesen sind dann zu sehen, die alle sehr
merkwürdige Augen haben..
Dann wird mir eine mögliche Zukunft gezeigt. Sehe mich selbst
schon etwas älter aber irgendwie jung geblieben. Von der Seite sehe ich
eine junge Frau, die einen sinnlichen Mund hat. Sie hat ein Tochter
im Arm, dass exakt die
gleichen Gesichtszüge hat. Ein Familienleben. Ich wende mich dann irgendwelchen
Spielen zu . Strategiespiele ? Irgendetwas ist da noch mit Fernsehen und Video.
Alles ein wenig karikiert.
Mit
der Bearbeitung der Traumbücher hat sich für mich eine Dimension aufgetan, die
unerwartet ganz neue Fragen aufwirft. Mehr und mehr gewinne ich den
Eindruck, dass unsere ursprünglichen geistigen Fähigkeiten weitgehend verschüttet
sind und sich in den Träumen nur noch fragmentarisch äußern, als sei
irgendetwas in uns wie ein Spiegel zerbrochen und zertrümmert worden.
Es
zeichnet sich aber ab, dass die Schulweisheiten, mit denen wir bisher abgefüttert
worden sind, nur Mittel zum Zweck darstellen, um uns geistig zu versklaven,
damit wir besser diesen zweifelhaften Gauklern dienen können, die uns diese
Scheinwelt mit ihrem Werbegequake als Realität verkaufen wollen. Immerhin könnte
es ein Trost für die Geschädigten
der „Modernen Zeiten“ sein,
dass sie sich auf ein höheres
Selbst berufen können, das man ihnen aber auch noch abschneiden möchte, weil
man ihnen nicht mal ihre Träume gönnt
und sie deshalb lächerlich macht.
Kleine
Philosophie der Träume
Wohl in keinem anderen Bereich
gibt es unterschiedlichere Ansatzpunkte unsere unschuldige nächtliche Geistestätigkeit
angemessen zu bewerten. Ich selbst möchte nicht mein Innerstes von der
Naturwissenschaft sezieren lassen und ich werde es auch nie zulassen,
mein Seelenheil den Psychologen und sonstigen Seelsorgern zu überlassen.
Meine Träume und Visionen empfinde
ich als starke Bereicherung und das lasse ich mir auch nicht nehmen, denn das
ist mein ganz persönlicher Bereich. Von der zunehmenden Barbarisierung schützt
uns am ehesten eine rein philosophische Betrachtungsweise, deshalb habe ich, wie
bei meinem ersten Band eine verkürzte philosophische
Zitatensammlung zu diesem Thema beigefügt.
Sokrates
Hiervon nun bin ich selbst meinesteils ein
Liebhaber, o Phaidros, von diesen Teilungen und
Zusammenfassungen nämlich, um sowohl reden als auch denken zu können:
und wenn ich von irgend einem anderen der Ansicht bin, dass
er das zur Einheit und zur Vielheit sich Bestimmende einzusehen vermöge,
dem gehe ich nach, auf dem Fuß ihm folgend als einem der Götter, ob ich jedoch
diejenigen, die es zu leisten vermögen, richtig bezeichne oder nicht, das weiß
ein Gott: ich nenne sie aber bis jetzt
Dialektiker. Aber weshalb halten
sich wohl einige so gern seit langer Zeit zu mir? Das habt ihr gehört, Athener,
ich habe euch die ganze Wahrheit gesagt, dass sie nämlich diejenigen gern mögen
ausforschen hören, welche sich dünken,
weise zu sein, und es nicht sind. Denn es ist nicht unerfreulich. Mir aber ist
dieses, wie ich behaupte von dem Gotte auferlegt zu tun durch Orakel und Träume
und auf jede Weise, wie nur je wie nur je göttliche Schickung einem Menschen
etwas auferlegt hat zu tun.“ 1
Genius
Spekulationen über solch ein „höheres
Ich“ das sich u.a. auch durch Träume bemerkbar macht , gibt es schon in der
Antike unter der Bezeichnung als Genius, als Schutzgeist des einzelnen Menschen.
Nach Hermias stehen die Menschen unter einem Dämon. Am Lebensschicksal werde
deutlich, dass vieles, was geschieht, außerhalb unserer Macht liege, wie z.B.
die Wahl eines Standes. Der Geist steht demnach nicht ausschließlich unter der
Leitung der Vernunft, sondern auch unter fremdem Einfluss, wie die Träume
beweisen. Es kommt daher alles
darauf an, ob wir den Daimon, der über unser Leben waltet, wahrnehmen oder
nicht. Jenes sei Zeichen einer edleren Seele , die andere einer niederen,
unedlen Seele.
Der Geniebegriff bei Kant hatte großen Einfluss auf die Künstler der Weimarer Klassik und Romantik. Jean-Paul stellte die Frage in den Vordergrund, wie die konkreten Bedingungen für die Schaffung eines genialen Kunstwerks aussehen. Bei Johann von Wolfgang Goethe ist zwischen seinem frühen Geniebegriff der in dem von geprägtem Gedicht „Prometheus“ zum Ausdruck kommt und seinem späteren humanistischen abgeklärten Geniebegriff im Faust II zu unterscheiden. Wilhelm von Humboldt erweiterte den Geniebegriff zu einem allgemeinen Bildungsideal. In der folge wurden nicht nur Künstler, sondern auch Wissenschaftler als Genie bezeichnet . Friedrich Wilhelm Schelling betrachtete das Genie als ein stück von der Absolutheit Gottes. Für die Romantiker Friedrich Schlegel und Novalis war das Genie der natürliche Zustand des Menschen, es gelte nur, diesen Zustand zu bewahren oder zurück zu gewinnen. Der Prozess der Schöpfung wird durch vorbewusste Vorgänge bestimmt , wenn diese nicht ungehemmt ablaufen können, gibt es keine echte Kreativität( innere Natur des Menschen). So ist z.B. kennzeichnend für die Moderne, dass ein Prozess der Entfremdung von der inneren Natur durch die entsprechenden Lebensumstände einsetze. Dies kann unter anderem als Erklärungsmodell der weniger häufig erscheinenden Genialität gedeutet werden. Die Personen, die Opfer dieser Entwicklung sind, können als verkannte Genies bezeichnet werden. Die Lebensumstände der Moderne schränken ihre Leistungsentfaltung ein. Es kann somit zwischen Universalgenies, Genies und „verkannten Genies“ unterscheiden werden. Genialität kann sich auf allen Gebieten zeigen – künstlerisch, wissenschaftlich, philosophisch wirtschaftlich, politisch usw. Das Genie setzt sich gegen widrige Lebensumstände durch und gestaltet sich seine Welt.
Stirner
Welch ein Unterschied zwischen Freiheit und
Eigenheit! Gar vieles kann man los werden, alles wird man doch nicht los; von
vielem wird man frei, von allem nicht. Innerlich kann man trotz des Zustandes
der Sklavereifrei sein, obwohl auch wieder nur von allerlei, nicht von allem;
aber von der Peitsche, der gebieterischen Laune usw. des Herrn wird man als
Sklave nicht frei. »Freiheit lebt nur in dem Reich der Träume
Hartmann
Einen interessanten Beitrag
dazu hat Hartmann in seiner
Philosophie des Unbewussten geleistet. Er geht davon aus, dass das Unbewusste
jeden Denkprozess mit seinen Resultaten in einen Moment, d.h. in Null-Zeit
zusammenfasst, daher sei das Denken
des Unbewussten zeitlos, obwohl noch in der Zeit, weil der Moment, in welchem
gedacht wird, noch seine zeitliche Stelle in der übrigen Reihe der zeitlichen
Erscheinungen habe. Dieser Moment, in welchem gedacht wird, würde nur an dem
In- Erscheinung -Treten seines Resultates erkannt werden. Das Denken des
Unbewussten würde demnach in jedem
besonderen Falle nur für ein bestimmtes Eingreifen in die Erscheinungswelt
Existenz gewinnen (denn Vorüberlegungen und Vorsätze brauche es nicht). So läge
der Schluss nahe, dass das Denken des Unbewussten nur insofern in der Zeit ist,
als das In –Erscheinung -Treten dieses Denkens in der Zeit sei, dass aber das
Denken des Unbewussten, abgesehen von der Erscheinungswelt und vom Eingreifen in
diese, in der Tat nicht nur zeitlos, sondern auch unzeitlich, d.h. außer aller
Zeit wäre. Dann würde auch nicht mehr von Vorstellungs-Tätigkeit des
Unbewussten im eigentlichen Sinne die Rede sein können, sondern die Welt der möglichen
Vorstellungen würde als ideale Existenz im Schoße des Unbewussten beschlossen
liegen, und die Tätigkeit, als welche ihrem Begriffe nach etwas Zeitliches, zum
mindestens Zeitsetzendes ist, würde erst in dem Moment und damit beginnen, dass aus dieser ruhenden idealen Welt aller möglichen
Vorstellungen die Eine oder die Andere in reale Erscheinung tritt, was eben
dadurch geschieht, dass sie vom Willen als Inhalt erfasst wird. Damit wäre
das Reich des Unbewussten als die metaphysisch haltbare Seite der
intelligiblen Welt begriffen. Hiermit stimme völlig überein, dass die
Zeitdauer in das bewusste Denken erst durch das materielle Organ des
Bewusstseins hineinkommt» Wenn die Gehirntätigkeit eines Individuums eine
wohlgeordnete ist, und die gehörige Bildung erfahren hat, erscheinen die
Resultate dieser verborgenen Tätigkeit, indem sie plötzlich im Bewusstsein
auftauchen, oft wie Intuitionen; sie sind fremd und staunen erregend, wie es oft Träume sind, auch für den
Geist, welcher sie hervorgebracht hat« (17).
»Die besten Gedanken eines
Autors seien gewöhnlich die ungewollten, die ihn selbst überraschen, und der
Dichter sei, wenn er unter der Inspiration schöpferischer Tätigkeit
stehe, was das Bewusstsein betrifft, nur ihr Werkzeug
Die Produkte schöpferischer Tätigkeit
seien, insoweit sie seine früheren Erfahrungen überschreiten, ihrem Schöpfer
selbst unbekannt, bevor er sie hervorbringt, und können deshalb nicht Resultate
eines bestimmten (bewussten) Willensaktes sein, denn zu einem Willensakt ist es
notwendig, eine Vorstellung von dem zu haben, was man will« (18).
Goethe
„Kindheit und Jugend,
allzuglücklich preis’ ich sie, dass, nach durchstürmter durchgenossner
Tageslust, behender Schlummer allgewaltig sie ergreift und*, jede Spur
vertilgend kräft’ger Gegenwart, Vergangnes, Träume bildend, mischt Zukünftigem.*
Ein solch Behagen, ferne bleibt’s dem Alten, mir. Nicht sondert mir
entschieden Tag und Nacht sich ab, Und meines Namens altes Unheil trag’ ich
fort: Denn Epimetheus nannten mich die Zeugenden, Vergangnem nachzusinnen,
Raschgeschehene Zurückzuführen, mühsamen Gedankenspiels, Zum trüben Reich
gestaltenmischender Möglichkeit. So bittre Mühe war dem Jüngling auferlegt,
Dass, ungeduldig in das Leben hingewandt, Ich unbedachtsam Gegenwärtiges
ergriff Und neuer Sorge
neubelastende Qual erwarb. So flohst du, kräft’ge Zeit der Jugend, mir dahin,
Abwechselnd immer, immer wechselnd mir zu Trost, von Fülle zum Entbehren, von
Entzücken zu Verdruss. Verzweiflung floh vor wonniglichem Gaukelwahn
Ein tiefer Schlaf erquickte mich von Glück und Not; Nun aber, nächtig
immer schleichend wach umher, bedaur’ ich meiner Schlafenden zu kurzes Glück,
Des Hahnes Krähen fürchtend, wie des Morgensterns
voreilig blinken. *Besser blieb’ es immer Nacht! Gewaltsam
schüttle Helios die Lockenglut; Doch Menschenpfade, zu erhellen sind sie
nicht. Was aber hör’ ich? knarrend öffnen sich so früh
des Bruders Tore. Wacht er schon, der Tätige? Voll Ungeduld, zu wirken,
zündet er schon die Glut auf hohlem Herdraum werkaufregend wieder an Und ruft
zu mächt’ger Arbeitslust die rußige, Mit Guss
und Schlag Erz auszubilden kräft’ge Schar?